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Philosophie



Die vedische Philosophie befasst sich mit den zentralen Fragen des Lebens: Wer bin ich? Was geschieht mit mir nach dem Tode? Was ist der Sinn des Lebens? Wenn die Menschen die Bedeutung dieser Fragen erkennen, wird sich ihr Verhalten gegenüber der Umwelt, den Mitmenschen, ja dem gesamten Planeten positiv verändern. Hierin zeigt sich die Aktualität der vedischen Schriften.

Die Veden beschreiben Gott als den Ursprung von allem – aller Universen und Lebewesen. Alles steht in Beziehung zu Gott. Diese ursprüngliche Beziehung zu Gott wieder zu erkennen und dementsprechend zu handeln, wird als Krishna-Bewusstsein bezeichnet.

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Meditation

Die Bhagavad-gītā erklärt, dass der Bewusstseinszustand im Moment des Todes entscheidet, wohin die Seele im nächsten Leben geht. Deshalb sollte es das Ziel des Menschen sein, im Moment des Todes an Gott zu denken, um so befähigt zu werden, zu Gott zurückzukehren. Um dieses höchste Ziel zu erreichen, muss man schon während des Lebens lernen, das Bewusstsein auf Gott zu richten. Dies nennt man Meditation (Ausrichtung des Bewusstseins auf Gott).

Bhakti-Yoga kennt 9 Aspekte spiritueller Vertiefungen:

1. sravanam - über die Herrlichkeiten Gottes hören

2. kirtanam - das Lobpreisen von Gottes Namen, seinen Qualitäten usw.

3. smaranam - Sich an ihn erinnern

4. pada sevanam - den Lotusfüssen des Herrn dienen

5. arcanam - Krishna verehren

6. vandanam - Gebete darbringen

7. dasyam - dem Herrn dienen

8. sakhyam - mit dem Herrn Freundschaft schließen

9. atma nivedanam - sich dem Herrn völlig ergeben

Die Halbgötter - Diener Krishnas

Im Hindu-Pantheon gibt es 33 Millionen Götter (Devas). Im Vishnuismus werden sie als Halbgötter bezeichnet. Damit ist nicht, wie etwa in der griechischen Mythologie, der gemeinsame Nachwuchs von Göttern und Menschen gemeint. Vielmehr soll darauf angespielt werden, dass sie nicht Gott selbst sind, sondern besonders ermächtigte Wesen. Wie bedeutend sie selbst und ihre bestimmten Aufgaben in dieser Welt auch sein mögen, sie bleiben Gott immer untergeordnet. Folglich ist der Halbgötterkult letztlich unangemessen; Verehrung ist dem Höchsten Herrn selbst vorbehalten.




Die Stellung der Halbgötter nach Aussage der Brahma-Samhita

Um die Oberhoheit Krishnas und die untergeordnete Stellung der Halbgötter zu verdeutlichen, verfasste der Halbgott Brahma ein Gedicht namens Brahma-Samhita. Der Gaudiya-Vaishnava-Meister Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur schreibt in seinem Kommentar zu diesem bedeutenden Werk:

In der Brahma-Samhita wird der Pfad des Panchopasana (die traditionelle Verehrung der fünf Götter Vishnu, Surya, Ganesh, Durga und Shiva) nicht anerkannt. ... Die Verehrung Vishnus, wie sie im Panchopasana dargelegt ist, gereicht Vishnu nicht zur Freude; im Gegenteil, sie ist eine Irrlehre höchsten Ranges. ... Die Verehrung Vishnus als einer von fünf Gottheiten untergräbt Seine unange-fochtene Oberhoheit und stellt Ihn anderen Gottheiten gleich, was ein grobes spirituelles Vergehen darstellt.  

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Es ist die ewige Pflicht aller Jivas (Lebewesen), (ausschliesslich) Krishna, dem Höchsten Herrn, zu dienen. Alle anderen Gottheiten sind Seine Diener. Wer den anderen Gottheiten und ihren Namen den gleichen Rang einräumt wie Vishnu selbst, anstatt sie als Seine Diener zu betrachten, kann nie und nimmer Befreiung erlangen. In fünf Shlokas (Versen) der Brahma-Samhita wird das Wesen der fünf Gottheiten klar beschrieben: 

  1. "Ich (Brahma) verehre Govinda, den urersten Herrn, auf dessen Geheiss der Sonnengott, der König der Planeten und das Auge dieser Welt, durch das All reist und so das Rad der Zeit dreht."

  2. "Ich verehre Govinda, den urersten Herrn, dessen Lotosfüsse Ganesh stets auf seinem Haupte trägt, um seine Aufgabe bei der Beseitigung der Hindernisse in allen drei Welten erfolgreich bewältigen zu können."

  3. "Ich verehre Govinda, den urersten Herrn, nach dessen Wille Durga, Seine äussere Energie, ihre Funktion der Schöpfung, Erhaltung und Vernichtung dieser Welt erfüllt."

  4. "Ich verehre Govinda, den urersten Herrn, der sich selbst als Shambu (Shiva) verkörpert, um das Werk der Zerstörung der Welt zu verrichten, ähnlich wie Milch, die zu Joghurt umgewandelt wird – der weder das Gleiche ist wie Milch noch etwas anderes."

  5. "Ich verehre den urersten Herrn, Govinda, der sich selbst als Vishnu verkörpert, ähnlich wie eine brennende Kerze, die eine zweite Kerze zum Brennen bringt: Obwohl das Licht der zweiten Kerze getrennt von der ersten existiert, ist es doch von gleicher Art wie das Licht der ersten Kerze."


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Mantras

Mantras

Die vedischen Schriften überliefern die Name Gottes in Form von heiligen Mantras (Gebete od.Lobpreisungen). Mantras sind spirituelle Klangschwingungen und haben die Kraft, das Bewusstsein der Menschen von materialistischen Neigungen und Einflüssen zu läutern. Dadurch wird es ihnen möglich, ihre natürliche Stellung als Diener Gottes zu erkennen und dementsprechend zu handeln.
Das Singen und Lobpreisen der Namen Gottes wird von allen Religionen empfohlen, denn dies ist der wirkungsvollste Vorgang, um inneren und äußeren Frieden zu finden und das Bewusstsein auf Gott zu richten. Gott besitzt eine unbegrenzte Anzahl von Namen. Krishna und Rama sind Sanskritnamen, in anderen Kulturen wird derselbe Gott auch Jahwe, Allah oder Manitu genannt.



Unter der Vielzahl von vedischen Mantras wird der Hare-Krishna-Mantra als der Mahā-mantra (der herausragende und wichtige Mantra) bezeichnet, da er sich aus den persönlichen Namen Gottes zusammensetzt:

Krishna bedeutet „der Allanziehende“ und Rama „die Quelle aller Freude“. Hare ist eine Anrufung der ewigen göttlichen Energie. Der Hare-Krishna-Mantra ist ein Gebet an Gott (Krishna) mit der Bedeutung: „O höchster Herr, bitte beschäftige mich in Deinem hingebungsvollen Dienst!“ Man kann den Hare-Krishna-Mantra gemeinsam singen oder für sich allein in einer persönlichen Meditation „chanten“ (beten oder sprechen). Mantra-Meditation ist einfach und erhaben und ist im gegenwärtigen Zeitalter der empfohlene Vorgang, um das Bewusstsein auf die Transzendenz zu richten und Liebe zu Gott zu erlangen.

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Krishna - Die höchste Persönlichkeit Gottes

Krishna - Die höchste Persönlichkeit Gottes

Die Veden beschreiben Gott als den Ursprung von allem - aller Universen und aller Lebewesen. Er besitzt folgende sechs Eigenschaften in unbegrenztem Ausmass: Schönheit, Stärke, Reichtum, Ruhm, Wissen und Entsagung.

Nachdem Srila Rupa Gosvami verschiedene Schriften zu Rate gezogen hat, legte er eine Liste von 64 transzendentalen Eigenschaften des Herrn vor, welche im Buch Nektar der Hingabe aufgelistet sind. Hier einige davon:

1) wundervolle Merkmale am ganzen Körper
2) überaus wohlgefällig
3) strahlend
4) stark
5) immer jugendlich
6) spricht alle Sprachen fliessend
7) ein Genie
8) künstlerisch
9) sachkundig usw. 




Sri Krishna



Sri Krishna


Krishna ist Bhagavan, die Höchste Persönlichkeit Gottes. Im Srimad Bhagavatam (1,3,27), einer der wichtigsten Vaishnava-Schriften, wird Krishnas Identität folgendermassen beschrieben: "Krishna ist Gott in Person" (krishnas tu bhagavan svayam). Er ist nicht bloss ein Teil oder eine Erweiterung Gottes, wie man sie in Indien in grosser Zahl kennt. Er ist der erste Urheber, der allumfassende Gott. Vor etwa 5000 Jahren offenbarte Er auf der Erde Seine ewigen lilas (göttliche Spiele).

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3 Aspekte Gottes



3 Aspekte Gottes


Die Vedischen Schriften beschreiben die drei Aspekte Gottes folgendermassen: 

Brahman:   
Sein unpersönliches Wesen - als Energie oder Licht, welches von seinem Körper ausgeht.

Paramatma:
Sein alldurchdringendes Wesen - welches in allen Körpern und in jedem Atom gegenwärtig ist.

Bhagavan:
Sein Wesen als die höchste Persönlichkeit Gottes.

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Um die drei Stufen der Gotteserkenntnis greifbarer zu machen wird das folgende Gleichnis gegeben:

Drei einfache Dorfbewohner begeben sich unter Führung des Dorfältesten an einen Bahnhof und warten dort gespannt auf die Ankunft des Zuges. Die drei haben noch nie einen Zug gesehen.

Als sich der Zug aus der Ferne nähert, erblickt einer der Dorfbewohner den Scheinwerfer und fragt: "Was ist das Licht da hinten?" Der Alte antwortet: "Das ist der Zug." In der Überzeugung, den Zug gesehen zu haben, verlässt der erste Dörfler zufrieden den Bahnhof. Als der Zug sich dem Bahnhof nähert, ruft der Zweite aus: "Aha, das ist der Zug!" Er hat die Kette der Waggons gesehen, die von der Lok gezogen werden - die Form, die sich hinter den Scheinwerfern verbirgt. Auch er ist nun überzeugt, alles gesehen zu haben, und geht von dannen. Der Dritte jedoch wartet geduldig, bis der Zug hält, und so bekommt er auch noch den Lokführer und die Passagiere zu Sehen.

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Als die drei zu ihrem Dorf zurückkommen, unterhalten sie sich über das, was sie gesehen haben. Obwohl jeder von ihnen unbestreitbar denselben Zug gesehen hat, unterscheiden sich ihre Beschreibungen stark voneinander, denn sie alle hatten einen anderen Blickwinkel. Der dritte Dorfbewohner hat zweifellos eine vollständigere Erfahrung gemacht als die anderen zwei. Es gelingt ihm, beiden anderen von seiner Version zu überzeugen, denn er kann alles, was seine Kameraden gesehen haben, auf vollkommene Weise beschreiben, und noch mehr.

Das helle Licht des Scheinwerfers steht in diesem Gleichnis für den gleissenden unpersönlichen Aspekt des Herrn (Brahman). Das Licht mit seinem bereits konkreteren Anhang symbolisiert eine göttliche Substanz, eine Persönlichkeit, die das gesamte Daseindurchdringt (Paramatma). Und die Wahrnehmung des dritten Dorfbewohners steht für die höchste Stufe der Gotteserkenntnis (Bhagavan), auf der man dem Höchsten Herrn, Krishna, persönlich begegnet und eine Beziehung mit Ihm eingeht.



Erweiterungen Krishnas



Erweiterungen Krishnas


Trotz der Vielfalt von Gottes Formen heisst es in den Schriften: "Gott ist eins" (eka brahma dvitiya-nasti). Diese Aussage widerspricht der weit verbreiteten Ansicht, die indische Religion sei ein Vielgötterglaube. In Anbetracht der komplizierten, vielschichtigen Tradition – insbesondere was Krishna und die Unzahl Seiner Erweiterungen und Inkarnationen betrifft – ist es zwar nicht schwer zu verstehen, wie eine solch grob vereinfachte Vorstellung entstanden ist; doch eine eingehendere Untersuchung der Schriften bringt das ausgesprochen monotheistische Wesen der Tradition klar zum Vorschein.

Krishna ist Bhagavan (Gott), der Ursprung aller Realität, aber von Ihm gehen zahlreiche Erweiterungen und Inkarnationen aus. Diese Formen sind den Gefühlsregungen Seiner jeweiligen Geweihten angepasst. Während Krishna die Liebe personifiziert, ist Vishnu (Narayana) der Inbegriff von Macht und Herrschaft. Vishnu wiederum erweitert sich in die so genannten Avatars ("Inkarnationen"), wie Nrisimha, Vamana, Varaha und Rama.

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Karma - Das Gesetz von Aktion und Reaktion

Karma - Das Gesetz von Aktion und Reaktion

Der Mensch besitzt im Gegensatz zum Tier einen freien Willen und ist deshalb für alles, was er tut, verantwortlich. „So wie du säst, wirst du ernten.“ Unsere Wünsche und Handlungen bestimmen unsere Zukunft im jetzigen wie im nächsten Leben. Nichts ist Zufall.
Die Seele wandert, durch ihr Karma gebunden, im Kreislauf von Geburt und Tod so lange von Körper zu Körper, bis sie durch einen Vorgang der Läuterung aus diesem irdischen Dasein erlöst wird. Das Wissen, wie man das Karma überwinden und befreit werden kann, und die Kraft, den Pfad der Gotteserkenntnis zu beschreiten, erhält der Mensch durch die Gnade Gottes. Krishna erscheint entweder persönlich auf der Welt oder schickt Seine Inkarnationen, Söhne und Propheten, um den Menschen das Tor zurück in die spirituelle Welt, das Reich Gottes, zu öffnen.




Reinkarnation



Reinkarnation


Das Gesetz der Widergeburt

Als ewige Seelen haben wir bereits vor der Geburt unseres gegenwärtigen Körpers gelebt und werden auch nach dem Tod des Körpers existieren. Tod bedeutet, dass die Seele den Körper verlässt und in einen neuen Körper eingeht. Die Reinkarnation der Seele lässt sich auch experimentell nachweisen: Die Psychologie kennt heute die Methode der Reinkarnationstherapie, in der Menschen über Hypnose in frühere Leben zurückgeführt werden und erstaunliche, nachprüfbare Details beschreiben, die sie im jetzigen Leben unmögich kennen können.


3 Aspekte der Reinkarnations-Lehre

1) Die Seele ist im materiellen Körper gefangen, und vom Augenblick ihrer Geburt an identifiziert sie sich fälschlicher weise mit dem Körper. Während eines Lebenszyklus durchläuft das Individuum verschiedene Phasen körperlicher Entwicklung - Säuglingszeit, Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter usw. -, bleibt aber immer eine und dieselbe Person. Es ist also nicht die Seele, die sich verändert, sondern nur der Körper. In der Bhagavad-gita(2.13) heisst es: "So wie die verkörperte Seele in einem Leben verschiedene Stufen körperlichen Wandels durchläuft - Kindheit, Jugend und Alter -, so ist auch der Tod nichts weiter als das Wandern in eine andere Körperform."


2.  Die Handlungen, die man in einem Leben verrichtet, bestimmen den Körper, den man im nächsten Leben erhält. Die Schriften der Vaishnavas erklären, dass die Seelenwanderung nicht willkürlich stattfindet. Die Reise der Seele richtet sich nach ihren subtilen Wünschen und nach ihrem Karma (die Handlungen, die man in diesem und in vergangenen Leben ausgeführt hat). Zu diesem Zweck wurde eine enorme Vielfalt von Lebensformen erschaffen, von denen jede mit bestimmten Fähigkeiten ausgestattet ist. Der Körper, den eine bestimmte Person bekommt, ist von ihren Neigungen und Wünschen abhängig. So mag zum Beispiel für einen Menschen, der stark zu Trägheit und Schlaf neigt, der Körper eines Bären (mit monatelangem Schlaf) angemessener sein.


3.  Die Seele kann der Wiedergeburt entkommen, indem sie gottesbewusst wird. Krishna sagt inder Bhagavad-gita (8.15): "Wenn die grossen Seelen auf dem Pfad der Hingabe Mich erreicht haben, werden sie niemals wieder geboren." Somit lehrt die Vaishnava-Tradition, dass man auf dem Pfad des bhakti-yoga (des Yogas der Hingabe) vom Kreislauf der Geburten und Tode befreit werden kann. Und der  entscheidende Faktor auf dem Weg der Befreiung ist - und dies mag viele, die mit indischer Religion stets eine unpersönliche "Selbstbefreiungslehre" verbunden haben, überraschen - die Gnade Gottes. Die Veden erklären mit Nachdruck, dass es dem Menschen nicht möglich ist, aus eigener Kraft aus dem Kreislauf von Geburt und Tod auszubrechen, da die materielle Natur, maya, viel stärker ist als das winzige Lebewesen. In der Bhagavad-gita offenbart Krishna dieses Geheimnis des Bhakti-yoga.


Yoga & Bhaktiyoga

Der oft missverstandene Begriff Yoga bedeutet wörtlich „Verbindung mit Gott“ und bezieht sich auf die verschiedenen Arten von göttlich offenbarten Wegen.
Die Veden beschreiben Gott als den Ursprung von allem – aller Universen und Lebewesen. Alles steht in Beziehung zu Gott. Diese ursprüngliche Beziehung zu Gott wiederzuerkennen und dementsprechend zu handeln, wird als Krishna-Bewusstsein bezeichnet.

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Alle yoga-Pfade gipfeln im Bhakti-Yoga. Beim Karma-Yoga beginnt man auf die Ergebnisse karmischer Handlungen zu verzichten. Wenn Karma-Yoga an Wissen und Entsagung zunimmt, wird nennt man diese Stufe Jnana-Yoga. Wenn sich Jnana-Yoga durch verschiedene körperliche Übungen zur Meditatin über die Überseele im Herzen entwickelt und der Geist auf die Überseele gerichtet ist, wird dies Astanga-Yoga genannt. Und wenn man über Astanga-Yoga hinausgeht und sich direkt der Höchsten Persönlichkeit Gottes, Krishna zuwendet, praktiziert man Bhakti-Yoga.

Was im Zeitalter des Satya (goldenes Zeitalter) durch Meditation (Astanga-Yoga) über Vishnu erreicht wurde, um Treta (silbernes Zeitalter) durch aufwändige Opferzeremonien und im Dvapara (bronzenen Zeitalter) durch Bildgestalten-verehrung, ist im Kali-Zeitalter (eiserne Zeitalter) allein durch das Singen der Namen Krishnas erhältlich. (Shrimad Bhagavagtam 12.3.52)


Bhakti-Yoga



Bhakti-Yoga


Auf der höchsten Stufe von Yoga (Religion) erkennt die Seele, dass ihre ewige, natürliche Erfüllung darin besteht, Gott mit reiner Liebe und Hingabe (Bhakti) zu dienen. Bhakti ist das Ziel aller Yoga-Vorgänge. Deshalb erklärt die Bhagavad-gītā, dass Bhakti-Yoga der beste und direkteste Weg zur Selbst-verwirklichung und Gotteserkenntnis ist. Bhakti-Yoga ist ein Vorgang der aktivien Meditation, die alle Lebensbereiche mit Gott verbindet: die Gedanken, die Worte und die Tätigkeiten des Alltags. Doch der grundlegende Vorgang des Bhakti-Yoga ist die Meditation über die Namen Gottes.

Vegetarismus

Für viele Menschen ist das Fleischessen etwas Selbstverständ-liches, worüber sie sich kaum Gedanken machen. Wer aber einmal innehält und seine Ernährungsge-wohnheiten hinterfragt, erkennt sehr bald, dass es eigentlich keinen stich-haltigen Grund für das Fleischessen gibt, sondern dass im Gegenteil viele Probleme und Nachteile damit verbunden sind. Dass der Vegetarismus in Indien schon immer weit verbreitet war, ist bereitss nach flüchtiger Betrachtung der traditio-nellen religiösen Literatur Indiens klar ersichtlich. In der Manu-samhita (5.49), einer vedischen Richtlinie für menschliches Verhalten, heisst es: "Bedenkt man die abscheuliche Herkunft von Fleisch und die Grausamkeit, mit der die Gefangen-schaft und das Schlachten verkörperter Wesen verbunden sind, dann sollte man sich des Fleischessens völlig enthalten." Im gleichen Werk (6.12) wird gesagt, dass Fleischessen den Akt des Tötens mit sich bringt und folglich zu karmischer Bindung führt.



Dialog über Vegetarismus

Dialog


In unserem Online-Shop govindas.ch finden Sie eine Auswahl von erstklassigen Kochbüchern mit den wichtigsten Argumenten, für eine lacto-vegetarische Ernährung, das heisst, eine vegetarische Ernährung (inklusive Milch) ohne Fleisch, Fisch und Eier.

(Untertitel zum Video in Youtube Einstellungen)



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Seele & Überseele

Wer bin ich? Bin ich mein Körper, mein Gedanken, meine Intelligenz, meine Gefühle, oder bin ich mehr? Die Bhagavad-gītā erklärt, dass das wahre Selbst eines jeden Lebewesens die spirituelle Seele ist. Spirituell ist das Gegenteil von materiell und bezieht sich auf alles, was ewig ist und nicht der materiellen Vergänglichkeit unterliegt. „Jedes Lebewesen ist eine ewige Seele, die nie geboren wird und nie stirbt.“ (Bhagavad-gītā 2.20)

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Was die Grösse der Seele betrifft, so findet man in den vedischen Schriften genaue Angaben: "Wenn eine Haarspitze in hundert Teile und jedes dieser Teile wiederum in hundert Teile gespalten wird, so hat am Schluss die Grösse der spirituellen Seele." (Shvetashvatara Upanishad 5.9)

Die Veden lehren, dass es unzählige solcher spirituellen Atome (Seelen) im Universum gibt. Darüber hinuas finden sich auch Angaben, wie und an welcher Stelle die Seele im Körper verweilt: "Die Seele is von atomischer Grösse und lässt sich mit Hilfe vollkommener Intelligenz wahrnehmen. Die atomische Seele ist von fünf Arten der Luft umhüllt (prana, apana, vyana, samana und udana). Sie befindet sich im Herzen, aber ihre Präsenz ist über den ganzen Körpe der Lebewesen ausgebreitet. Wenn die Seele von der Verunreinigung durch die fünf Arten materieller Lüfte geläutert ist, entfaltet sich ihre spirituelle Natur." (Mundaka Upanishad 3.1.9)



Die Überseele - Paramatma



Die Überseele - Paramatma

Die Bhagavad Gita 13.23 erklärt die Präsenz der Überseele im Körper eines jeden folgende-rmassen: "Jedoch gibt es in diesem Körper noch einen anderen, einen transzendentalen Geniesser, den höchsten Herrn, der als Besitzer, Beobachter und Erlaubnisgeber gegenwärtig ist und den man als Überseele kennt" 

Es wird auch beschrieben, wie die Seele und die Überseele sich im Körper wie zwei Vögel auf einem Baum befinden. Auch ist paramatma die Ursache für Wissen, Erinnerung und Vergessen.

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